ICOM AH-4

Der ICOM AH-4 ist ein automatischer Antennentuner, der Langdrahtantennen an das Funkgerät (Transceiver) anpasst, damit die HF-Leistung auch möglichst vollständig in Sendeleistung umgesetzt wird. Außerdem bewahrt eine gute Anpassung die Sendeendstufe vor dem sicheren Tod. Der AH-4 verträgt im SSB-Betrieb 120 Watt HF. Da er vom ICOM IC-7000 oder vom ICOM-IC 706 MKIIG gespeist wird, die jeweils im Kurzwellenbereich 100 Watt Sendeleistung haben, ist das eine passende Konstellation.

ICOM AH-4

Automatischer Antennentuner


Den AH-4 habe ich an der Dachschräge der Loggia montiert. Einerseits über Kupferkabel 10 mm2 geerdet, andererseits besteht die eigentliche Antenne aus einem ca. 40 Meter langen Spezialdraht. Dieses DX-Wire ist ein Stahldraht, auf dem ein dünner Kupfermantel auftgetragen wurde. Da die Hochfrequenz an der Außenseite des Leiters auftritt, hat Kupfer hier einen geringen Widerstand. Gleichzeitig bietet der Stahldraht eine hohe Zugfestigkeit. Dieser Antennendraht ist nahe dem Tuner mittels eines Isolators befestigt. Am anderen Ende dann wiederum über Isolator zu einer Dyneema-Schnur, die in eine hohe Pappel führt.

Ein weiterer Vorteil von DX-Wire ist die quasi "Unsichtbarkeit" des Drahtes, der nur etwa einem Millimeter Durchmesser hat. Somit werden Nachbarn und andere HF-sensitive Mitmenschen gar nicht erst vor der vorhandenen Antenne beunruhigt, wie es beispielsweise ein Fünfelement-Beam machen könnte.


40 m langes DX-Wire

Die Konstruktion sieht provisorisch aus und hört sich in der Beschreibung auch so an, hat aber den Sturm Kyrill problemlos überlebt.


Weitere Details [485 KB] zum Tuner


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