Die Lizenz der Klasse 3
Am 9. Dezember 2000 war es dann soweit. Früh morgens Navi programmiert und auf ging es nach Magdeburg zur dortigen Außenstelle der RegTP. Dort angekommen war ich zweierlei überrascht: einerseits, dass sich dort in den Jahren nach dem Mauerfall am Gebäude, insbesondere innen, kaum etwas geändert haben zu schien. Andererseits aber von der freundschaftlichen Atmosphäre, die dort zwischen Prüfern und angehenden Funkamateuren herrschte. Kein Wunder: Schließlich sich ja auch die dortigen Prüfer zu dem Zeitpunkt aktive Funkamateure gewesen. Wie letztendlich die Ausgangsbilanz aller Prüfungsteilnehmer war, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls gehörte ich mit zu den Gewinnern: Prüfung im ersten Anlauf bestanden.
Da ist sie: Die erste Zulassung für DO9XDW
Am 14.12.2000 wurde die "Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst" in der Klasse 3 für mich mit dem Rufzeichen "DO9XDW" ausgestellt. Nur wenigeTage später erhielt ich sie. Das Kenwood TM-V7E, auch das "Blaue Wunder" genannt, das bereits im Auto eingebaut war, wurde aktiviert. Wenige Tage später folgte auch der große Bruder davon, das Kenwood TM-D700E von Fa Dathe. Irgendwas Sinnvolles musste man ja mit dem vielen Weihnachtsgeld von VW anfangen. ***breitgrins***
Da ich mich schon vor der Prüfung beim DARV-Ortsverband Salzwedel (W13) angemeldet hatte, gab es auch zur bestandenen Prüfung von dessen OVV (Ortsverbandsvorsitzender) Jörg ein nettes Geschenk: 30 DM als Starthilfe für Geräte.
Kurzerhalb bestellte ich dann auch die ersten QSL-Karten mit dem Rufzeichen DO9XDW.
In der Folgezeit lernte ich viele nette Funkfreunde auf dem 2-m- und dem 70-cm-Band kennen. Da Amateurfunk ja bekanntlich Experimentierfunk ist, experimentierte ich auch viel. Und so keimte der Wunsch nach der nächst größeren Lizenz immer mehr. Wieder holte ich mir die Lehrbücher von Eckhart DJ4UF und begann zu pauken. Dann erkundigt, wann Prüfungstermine sind. In Hannover war im Sommer 2001 der nächste. Dort wollte ich auf die Klasse 2 aufstocken. Aber in Etappen. Zuerst Betriebspraxis und Gesetzeskunde, später dann den Bereich Technik. Zusammen mit Daniel ging es dann nach Hannover. Der wollte gleich den ganz großen Sprung machen: von der Klasse 3 zur Klasse 1. Wir erreichten beide unsere Ziele. Daniel bestand die Klasse 1, ich schaffte die beiden anvisierten Themenbereiche. Dass ich den Fragebogen zur Technik "mit Bravour gegen die Wand fuhr", war mir ja vorher klar. Die Reaktion der Beisitzer des DARC darauf taten ein Übriges. Fortan empfahl ich jedem, der ein Amateurfunkprüfung machen wollte, dieses in Magdeburg zu tun. Ganz einfach weil dort die freundschaftliche Athmosphäre schon viel Prüfungsangst nimmt.
In den Herbstferien 2001 war dann die nächste Chance. Das Jugendreferat des DARC-Distriktes Sachsen-Anhalt bot in Güntersberge im Ostharz ein Jugendausbildungscamp mit abschließender Außenprüfung der RegTP an. Und das zu einem echt günstigen Preis. Angemeldet, hingefahren und Technik bestanden.
